Mehr als 600 Scheinwerfer von GLP waren beim 63. ESC im Einsatz – darunter 64 Prototypen des KNV Arc

Seit 1956 findet der ESC, das inzwischen weltweit größte Musikevent, alljährlich statt. Rund 185 Millionen Zuschauer rund um den Globus sahen die Show, die in diesem Jahr live aus der Altice Arena in Lissabon übertragen wurde. Die ursprünglich für die EXPO98 errichtete Arena gehört zu den größten Hallen des Landes und war für insgesamt 42 Tage die Heimat des ESC 2018.

Auch in diesem Jahr stammte das Stagedesign von Florian Wieder und als Lichtdesigner war ein weiteres Mal Jerry Appelt von der Partie. Appelt spezifizierte insgesamt mehr als 600 Scheinwerfer von GLP für den Megaevent.

Zu den wohl beeindruckendsten Elementen der Show zählten die insgesamt acht Ringe in Traversenkreisen über dem Publikumsbereich – für die Jerry Appelt weltweit zum ersten Mal im TV die KVN Arc Module von GLP einsetzte. „The most secret light in the world“, wie Produktionsleiter Ola Melzig die Module bezeichnete und dabei gleichzeitig keinen Hehl daraus machte, wie leistungsfähig die Module tatsächlich sind. „Sie sind verdammt hell. Am besten setzt du die Sonnenbrille auf, bevor diese Dinger angehen“, beschreibt er seinen ersten Eindruck.

Etwas technisch nüchterner erklärt das Michael Feldmann, Produktmanager bei GLP: „Das KNV ist ein modulares LED System und vereint Strobe, Blinder sowie Pixel-Block. Es gibt zwei Grundformen, den würfelförmigen KNV Cube und den KNV Arc in der Form eines Viertelkreises. Ursprünglich hatte Jerry Appelt die Idee eines modularen Strobes an GLP herangetragen und unser CEO Udo Künzler hat gleich das gesamte Team der neu formierten dänischen Entwicklungsabteilung auf das Thema angesetzt. Was daraus geworden ist, kann sich wirklich sehen lassen“, beschreibt er die Module. Weitere Einsätze hat auch Jerry Appelt bereits in Planung, denn die beiden Grundformen lassen viel gestalterischen Freiraum zu. „Ich habe da schon einige Ideen im Kopf“ verrät der Designer vielsagend.

Ebenfalls von GLP zum Einsatz kamen die JDC1 Hybridstrobes, von denen Jerry Appelt insgesamt 262 Einheiten einsetzte. „Mit dem JDC1 sind wir in der Lage, gleich mehrere Aufgaben mit einer Lampe zu erledigen. Da ist zum einen das knackige Weiß der Strobe-Tube und dazu die Farbflächen, die sich in Segmenten animieren lassen. Mit dem Tilt sind wir dann aber auch in der Lage je nach Situation die Hallendecke oder das Publikum in Farbe zu tauchen“, beschreibt er die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten der Hybridstrobes beim diesjährigen Song Contest.

Neben den Hybridstrobes und den KNV Modulen kamen beim diesjährigen ESC auch über 250 GLP impression X4 L zum Einsatz, hauptsächlich zur Publikumsbeleuchtung und im Green Room. Für Jerry Appelt waren die impression X4 L die erste Wahl, „weil diese Lampen über genug Leistung verfügen, um auch in Hallen dieser Größenordnung eingesetzt zu werden.“

Mit einem furiosen Finale am 12. Mai verabschiedete sich der ESC dann aus Portugal. Im kommenden Jahr wird Israel zum vierten Mal der Gastgeber sein. Neben der strahlenden Siegerin Netta Barzilai, die mit ihrer ungewöhnlichen Performance jede Menge frischen Wind in den ESC brachte, dürfte auch der vierte Platz für Deutschland in Erinnerung bleiben – und ganz sicher auch die spektakulären Bilder der bislang wandlungsfähigsten Bühne des ESC. 

Details

Lichtdesigner:
Jerry Appelt
Bilder:
Ralph Larmann
Produkte:
impression X4 L, JDC1, KNV System

Wir verwenden Cookies auf unserer Website, um Ihren Besuch effizienter zu machen und Ihnen mehr Benutzerfreundlichkeit bieten zu können.